Arbeiten im und am Schildkrötengehege-Monat November

Ende Oktober/Anfang November hatten wir noch ein paar schöne, warme Tage. Diese hat dann unsere Susi dazu genutzt, nochmals einigen Runden im Gehege zu drehen. Alle anderen Tiere waren zu diesen Zeitpunkt in der Überwinterungsgrube bzw. Schlafhaus und hielten Ruhe.

Diese Übergangszeiten gehören immer noch zu der Vorbereitung! In diversen Facebook-Gruppen hatte ich schon gelesen, das einige Halter ihre Tiere schon in den Kühlschrank überführt hatten. Das ist aber definitiv zu früh! Erst wenn die Temperaturen auch tagsüber dauerhaft ca. 5 Grad betragen, können die Tiere in die vorbereitenden Kühlschränke. Bei uns hatte ich die Tiere bis 2014 Ende November/Anfang Dezember in den Kühlschrank gebracht.

Seit dem Bau unseres Schildkrötenhauses im Jahr 2014 halten die Tiere die Hibernation in einer geschützten Überwinterungsgrube im Schildkrötenhaus. So können die Tiere selbst entscheiden, wann für sie der passende Zeitpunkt zur Kältestarre kommt. Und wenn ich dann sehe, das unsere Susi immer noch draußen umher rennt, während andere sich schon vergraben haben, war der Bau der Hauses mit Überwinterungsgrube die absolut richtige Entscheidung für ein natürliche Überwinterung.

Kontrolle des Geheges

In der kalten Jahreszeit bietet sich die perfekte Chance, den Zustand des Geheges sorgfältig zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Dieses Zeitfenster ist ideal, da die reduzierte Vegetation einen klaren Blick auf den Untergrund ermöglicht und dessen Bewertung vereinfacht. Es ist der optimale Zeitpunkt, um abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen, was dazu beiträgt, dass der Boden an Nährstoffen verliert. Zudem ist es einfacher festzustellen, ob es Probleme mit der Entwässerung gibt. Bei mangelnder Wasserabführung sind entsprechende Verbesserungsmaßnahmen erforderlich (siehe “Februar”).

Während dieser Zeit ist es vorteilhaft, größere Umbauten im Gehege durchzuführen, da die Panzerträger nicht im Weg sind und keine Rücksicht auf den Bewuchs genommen werden muss. Selbst kleinere Änderungen, wie das kräftige Zurückschneiden von Sträuchern, können bedeutende Auswirkungen haben und dem Gehege ein natürlicheres Erscheinungsbild verleihen. Das Gehege sollte nicht zu ordentlich wirken, sondern die raue Natur widerspiegeln, um den Pflanzen zu ermöglichen, ihre Widerstandsfähigkeit zu zeigen und eine vielfältige Nahrungsquelle für die Tiere zu bieten. Ein langsames Wachstum verhindert, dass eine Pflanzenart überhandnimmt.

Im Winter ist es besonders wichtig, mediterrane Pflanzen zu schützen, da sie weniger kälteresistent sind. Ein effektiver Schutz vor übermäßiger Nässe ist dabei wichtiger als vor Kälte. Ideale Bedingungen bieten durchlässige Böden mit einem leicht alkalischen pH-Wert, insbesondere wenn sie mit Kalkschotter angereichert sind und schnell trocknen können.

Buchen-/Eichenlaub

Wir wohnen sehr ländlich, direkt am Waldesrand und haben an Überwinterungssubstrat die freie Auswahl. Buchen- und Eichenlaub fällt uns praktisch von den Bäumen auf unser Grundstück. Einmal kurz mit dem Laubbesen zusammengekehrt und es ist genügend Buchen-/ Eichenlaub vorhanden.
Ein paar Aufräumarbeiten sind dann noch zu erledigen. Das Gehege von Laub, so weit es geht, zu befreien und abgestorbene Pflanzen zu entfernen.

Ende November hat sich dann auch unsere Susi zurückgezogen und verkrümelt sich in eine Ecke der Überwinterungsgrube. Spätestens das ist dann der Zeitpunkt die anderen Tiere aus den beiden Gehegen (eine reine Männer-Wg mit 4 Tiere und 4 Nachzuchten aus dem Babygehege) in die Überwinterungsgrube zu überführen. Zur Zeit starren alle in der Grube im Schildkrötenhaus. Platz ist genügend da. Aber ich bin schon am planen, das Gehege für die Männer mit einer Überwinterungsgrube aufzurüsten.

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Inkbird auf Winterbetrieb umstellen

Nachdem alle in der Grube ihren Platz gefunden haben, kommt eine Laubschicht Buche/Eiche als Isolation oben auf. Der Inkbird 306 T WIFI wird auf Winter programmiert und das Heizkabel an den Inkbird angeschlossen. Der Fühler des Inkbirds kommt in die Nähe des Tieres, das sich am wenigsten eingraben hat (Ist bei uns immer die Susi, die sich nie eingräbt!).

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Die Beleuchtung wird Ende November dann komplett ausgeschaltet. Am Verteilerkasten (letztes Jahr neu installiert) wird der Strom vom Jungtiergehege und Männergehege getrennt und die Thermotimer in diesen Gehegen raus genommen.
Die Fensterheber in beiden Frühbeeten werden abmontiert und kommen ins Haus.

Temperaturkontrolle vom Büro aus

Im Schildkrötenhaus habe ich insgesamt drei Temperaturfühler, die mir die Temperaturen von Außengehege, Schildkrötenhaus und in der Überwinterungsgrube ins Wohnzimmer zum Datenlogger* übermitteln. Der Datenlogger speichert die Temperaturen alle 30 Minuten und so kann ich sehen, wie nachts um 2 Uhr die Temperaturen waren. In den Jahren davor hatte ich z. Teil Unterschiede von bis zu 20 Grad! (-17 Grad im Freigehege und plus 3 Grad in der Überwinterungsgrube).
Die nächsten Monaten sind lediglich Kontrolle angesagt. Dazu dann im Dezember mehr.
Für dieses Jahr ist die Schildkrötensaison für unsere europäische Landschildkröten beendet.  

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Überwinterungsgrube gefüllt mit Buche-/Eichenlaub
Überwinterungsgrube gefüllt mit Buche-/Eichenlaub
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