Zu diesem Thema wurde schon vieles in den sozialen Medien geschrieben und diskutiert. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen und oft enden diese tragisch für die Schildkröte. „Der macht nix“ wird oft gesagt und vielleicht ist es auch so. Unser Sammy wird den Landschildkröten zu 99% auch nichts machen. Aber nur zu 99 % (ich möchte und werde es aber auch nicht austesten).
Als Gehegebegrenzung habe ich Pflanzsteine* in 2er-Reihe übereinander gesetzt und zusätzlich in diese Pflanzsteine* einen ca. 1 m hohen Zaun um das Freigehege. Aber weniger als Schutz vor unserem Hund (der da nie und nimmer drüber springen würde) sondern eher als Schutz vor unserem Nachbarshund und/oder fremden Hunden, die mit Herrchen/Frauchen am Waldesrand hinter unserem Grundstück spazieren gehen. Unser Nachbarshund ist ein sehr lieber, aber auch extrem verspielt und aufgedreht. Der würde mit Sicherheit eines der Tiere als Kauknochen benutzen. Es muss also nicht unbedingt der eigene Hund sein, sondern es kann auch Nachbars „Kampfschmuser“ oder der Hund von Bekannten auf Besuch zur Gefahr werden.
In diesem Beitrag von Kassiopeia Kassandra war es der Nachbarshund:
Vor ein paar Wochen wurde ich von einer Schildkrötenhalterin angeschrieben und gefragt, ob ich einen schildkrötenerfahrenen Tierarzt kenne der Notdienst macht. Auf Nachfrage von mir stellte sich heraus, dass der Nachbarshund sich wohl über eine Mauer, durch einen Drahtzaun geschafft und ins Gehege* rein ist. Dort hat er sich eine der zwei im Gehege* befindlichen Schildkröte geschnappt und stark verletzt. Die zweite Landschildkröte, die sie vor ein paar Jahren bei mir erworben hatte, war zu dieser Zeit nicht auffindbar.
Dieses Tier hatte es leider nicht geschafft
In der Tierklinik wurde das verletzte Tier einer stationären Behandlung unterzogen. Mit starkem Schmerzmittel und Wundversorgung konnte die Schildkröte nach einigen Tagen nach Hause, musste aber weiterhin behandelt und mit Spritzen versorgt werden. Das Tier von mir hatte sie am nächsten Tag gefunden. Sie wurde von dem Hund verschleppt und lag verletzt außerhalb des Geheges. Zum Glück nicht so stark angefressen, aber sie hatte tiefe Bisswunden. Eine der Bisswunde verheilte anfangs nicht so gut und nässte ständig.
Die Verletzungen sind inzwischen sehr gut verheilt
Das andere Tier, das so stark verletzt wurde, hat es letztendlich leider doch nicht geschafft. Ich will gar nicht wissen was diese beiden Tiere durchgemacht haben. Ich würde mir wünschen, das sich einige wirklich mal überlegen, ob ihr Gehege gegen solche Attacken gut genug geschützt ist. Auch der eigene Hund stellt eine Gefahr da, auch wenn manch einer das nicht glaubt. Mittlerweile ist die Kleine, wieder vollkommen hergestellt und lebt nun für die nächste Zeit (ich weiß jetzt noch nicht wie lange) wieder bei mir, bis sich eine andere Wohnsituation bei der vorherigen Halterin ergeben hat. Diese Bilder sind sehr schlimm, aber vielleicht macht es bei dem einen oder anderen mal klick.
Text: Kassiopeia Kassandra
Die Bilder wurden mir freundlicherweise von der Halterin für diesen Bericht zur Verfügung gestellt
Mittlerweile läuft die Kleine wieder durchs Gehege
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Das Thema kann nicht oft genug angesprochen werden!
Wir haben auch einen ganz lieben Hund, aber wir würden ihn nie zu unseren Schildkröten lassen!
Gruss
Jennifer